LRS / Legasthenie – was ist das eigentlich?
Fünf bis 15 Prozent aller Schüler haben Schwierigkeiten mit dem Lesen oder Schreiben, obwohl sie normal begabt und ihre sonstigen schulischen Leistungen durchschnittlich oder besser sind. Sind bei einem durchschnittlich begabten Kind die Schwierigkeiten im Lesen oder Rechtschreiben besonders gravierend, spricht man von Legasthenie. Die genauen Kriterien sind im Krankheitenkatalog der Weltgesundheitsorganisation festgelegt.
Anhaltspunkte, ob bei Ihrem Kind besondere Lese- oder Rechtschreibprobleme vorliegen, finden Sie hier.
Die Ursache einer Lese-Rechtschreib-Schwäche wird von Wissenschaftlern überwiegend in einer Störung der sprachlichen Informationsverarbeitung (von gelesenen oder gehörten Wörtern) gesehen, welche zu einem Mangel an Genauigkeit und einer verlangsamten Automatisierung führt.
Es handelt sich also weder um Faulheit des Kindes noch um zu wenig oder verkehrtes Üben. Vielmehr liegt eine biologische Fehlfunktion zu Grunde, welche oftmals vererbt ist. Weitergehende Informationen erhalten Sie hier.
Daher ist davon auszugehen, dass sich das Problem weder „auswächst“ noch von allein verschwindet. Vielmehr ist zu vermuten, dass die Andersartigkeit der Sprachverarbeitung dauerhaft bestehen bleibt. Sie kann lediglich in einem fortwährenden Prozess durch geeignete Lernstrategien kompensiert werden.
Für das Erlernen dieser Kompensationsstrategien benötigen die Kinder die Anleitung speziell ausgebildeter „Trainer“.
Das Konzept, das wir in unserer Lese-Rechtschreib-Praxis anwenden, ist die „Lautgetreue Lese-Rechtschreib-Förderung“ der Legasthenietherapeutin Carola Reuter-Liehr. Nach diesem Konzept wurden bereits tausende Kinder in ganz Deutschland erfolgreich gefördert.
Das Konzept hat seine außerordentlich große Wirksamkeit in mehreren wissenschaftlichen Qualitätsüberprüfungen unter Beweis gestellt. Unsere Therapeuten wurden von Frau Reuter-Liehr persönlich über mehrere Jahre in diesem Konzept ausgebildet.
